Die Iaido-Abteilung

Iaidô befaßt sich mit dem japanischen Schwert und seiner Handhabung. Es ist die Kampfkunst bzw. Budô-Disziplin (Budô: Weg der Kriegskunst), die in der japanischen Kultur eine zentrale Bedeutung hat.

Was bedeutet Budō?

bedeutet einen idealerweise lebenslangen Weg der Übung. Unter Dō verstehe ich den persön­lichen Entwicklungs- oder Reifungs­weg, die Aus­einander­setzung mit den eigenen Illusionen und auch die lebenslange Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und Sterben.

Das Kanji (=Schriftzeichen) Bu bedeutet  Militär  oder kriegerisch.

Ein Teil des Kanji Bu, die Striche Nummer 3 bis 6 ergeben das Kanji für anhalten. Die Striche 1,2,7 und 8 ergeben das Kanji für Lanze. Die Striche 2,7, und 8 können als schießen gelesen werden. Insgesamt bedeudet also dieses Zeichen 'Waffen anhalten'. Vermutlich deutet dies auf eine defensive Interpretation von Krieg bzw. Militär hin: Die Waffen des Gegners anhalten.

Die beiden Zeichen Bu und gemeinsam genommen sind für mich also nicht der Weg des Krieges, bei dem Gegner getötet werden, sondern Budō lehrt, durch das Üben mit der Waffe die Anwendung dieser Waffe anzuhalten, also nicht zu benutzen.

Aus der Fertigkeit Kriege mit Waffen zu führen, wurde mit Beginn der Friedenszeiten in Japan ein Weg, der über das Üben von Kampfkünsten, in der Auseinandersetzung mit sich selbst, dazu erzieht, den Waffengebrauch und Gewaltanwendung  überflüssig werden zu lassen.

Iaidô:

Das Wort Iaidō besteht aus zwei Silben iai und . Die Silbe "iai" setzt sich aus zwei Schriftzeichen zusammen. I(ru) = sein und ai(au) = zusammen. Beides gemeinsam bedeutet etwa soviel wie 'ganz dabei sein' oder vorausschauend und im Einklang mit den Umständen angemessen handeln.

Hauptsächlich werden festgelegte Bewegungen (jap. Kata) gegen einen oder mehrere nur in der Vorstellung existierende Gegner geübt. Ergänzt wird das Training durch Partnerübungen. 

Anfänger üben zuerst mit einem preisgünstigen Bokken (=Holzschwert ab ca. 15 bis 25 €), später dann mit einem, dem echten "Katana" nachgebildeten stumpfen Übungsschwert aus Duraluminium, die zwölf Übungsformen des Alljapanischen Kendô-Verbandes. Formale Kleidung (Hakama und Keikogi) ist für Anfänger nicht wichtig. Diese wird erst zu Prüfungen obligatorisch.

Die Fortgeschrittenen können zusätzlich noch weitere 43 Kata aus der Koryu (=alte Schule) "Muso Shin Den Ryu" lernen und üben.

Das Iaidō-Dojo im ATSV ist über die Mitgliedschaft im Bayerischen Iaido-Bund  e.V.  an den Deutschen Iaido Bund e.V. angeschlossen. Der Deutsche Iaido Bund ist Mitglied des Deutschen Kendobundes.  Über den Deutschen Kendobund sind wir an den Europäischen Kendo Verband und dem alljapanischen Kendoverband  angeschlossen.

 Interessentinnen und Interessenten ab etwa 15 Jahren sind jederzeit willkommen. Bitte vorher Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.             

Weiterführende Informationen:
Deutscher Iaido Bund: Was ist Iaido?
Iaido in Wikipedia

Stand: 04.03.2015